Bald 900 Jahre Geschichte liegen hinter Stadt Blankenberg. Und um die nächsten 900 Jahre anzugehen, werden die Ärmel hochgekrempelt. Im Rahmen der Regionale hat Stadt Blankenberg einige Projekte angestossen, die das Gesicht des Ortes in Zukunft prägen werden: das Integrierte Handlungskonzept – kurz InHK – Stadt Blankenberg.
Das Stichwort steht für mehrere Maßnahmen, die die Stadt Hennef umsetzt. Die größte Maßnahme ist die Sanierung der Stadtmauer. Weitere sind ein Panoramaweg, ein Hangspielplatz, die neue Feuerwehr und das Kultur- und Heimathaus für die Bürger:innen des Ortes und die Besucher:innen. Weitere Infos hier auf unserer Seite und in unserem Film.
Die Sanierung der Stadtmauer ist das größte und wichtigste und mit rund 22 Millionen Euro auch das teuerste Projekt.
Das Bauvolumen der Mauer entspricht der Hälfte des Kölner Doms. Sie ist mit der Burg das größte städtische Bauwerk. Pflege und Instandhaltung sind eine wichtige Aufgabe. Der Stadt hat hier eine sehr große Verantwortung. In Zukunft sollen die Pflege und Ausbesserung der Stadt- und Burgmauer von Stadt Blankenberg als laufendes Projekt betrieben werden – so wie man das auch von anderen großen historischen Gebäuden kennt, zum Beispiel vom bereits erwähnten Kölner Dom. Dazu müssen Schäden behoben und historische Abschnitte saniert werden.
Die Arbeiten sollen laufend dokumentiert werden, im Kultur- und Heimathaus werden dazu Ausstellungen und Informationsveranstaltungen stattfinden.
Ab 2022 wurde hinter dem vorherigen Feuerwehr-Gerätehaus ein neues Gebäude errichtet, das allen Kriterien einer modernen Feuerwehr entspricht.
Der Neubau wurde im Rahmen des Sonderaufrufs „Feuerwehrhäuser in Dörfern 2021“ mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert und, da es die Voraussetzung für ein Effizienzgebäude 55 Erneuerbare Energien erfüllt, durch die KFW. Am 5. April 2025 konnte Bürgermeister Mario Dahm das neue Feuerwehrgerätehaus in einer Feierstunde offiziell an die Löscheinheit Blankenberg übergeben.
Am Alten Standort der Feuerwehr entsteht seit Mai 2025 ein Gemeinschaftshaus und Besucherzentrum, das „Kultur- und Heimathaus“ für Stadt Blankenberg. Ganz bewusst vor den Toren und der Mauer, um den Ort selbst zu entlasten. Es wird folgende Einrichtungen beherbergen:
Im Außenbereich entstehen Parkplätze für Besucher sowie ein Picknickbereich und eine Kulturscheune für Veranstaltungen und Workshops zum Beispiel von Schulklassen oder Kooperationspartnern. Insgesamt soll das Kultur- und Heimathaus die Ansprüche der Dorfgemeinschaft, der Heimatpflege und des Tourismus verbinden.
Auf dem Areal des neuen Kultur- und Heimathaus wird ein Lehrgarten entstehen.
Er vergegenwärtigt anhand von historischen Obst- und Fruchtsorten und einem Arboretum die Entwicklung der heutigen Kulturlandschaft und die damit zusammenhängende Wirtschafts- und Sozialgeschichte des ländlichen Raums. Der Lehrgarten bildet ein Bindeglied zum Heimatmuseum im Katharinenturm, das die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte Stadt Blankenbergs anhand von bäuerlichen und handwerklichen Geräten ausstellt und entsprechende Handwerkstraditionen wiederaufleben lässt.
Der vorhandene Wanderweg um die Stadtmauer soll verbessert werden.
Mit dem Lückenschluss am Kölner Tor und der dortigen Picknickbank ist bereits ein wichtiger Schritt gemacht. Der Panoramaweg ermöglicht fantastische Aussichten ins Siegtal und auf die gegenüberliegenden Hänge und verbindet alle wichtigen Punkte Stadt Blankenbergs. Über diesen Weg kann man die Stadtmauer erstmals in ihrer ganzen Länge umwandern und erleben. Entlang des Weges werden Stelen und Infotafeln die Spaziergänger an wichtigen Stellen über die Geschichte von einzelnen Bauwerken oder Mauerabschnitten unterrichten.
Der Besucherweg vom S-Bahn-Haltepunkt Blankenberg nach Stein war und ist ein viel genutzter Fußweg und war bisher mehr ein holpriger Pfad als ein richtiger Weg.
Seit April 2025 ist er endlich gut begehbar. Ein Gewinn für alle Fahrgäste der Bahn – egal ob sie im Berufsverkehr darauf angewiesen sind oder als Besucherinnen und Besucher nach Stadt Blankenberg kommen.
