Alle Projekte

Im Rahmen der „Regionale 2025“ sind mehrere Maßnahmen für unterschiedliche Themenbereiche, die Stadt und Burg Blankenberg aufwerten sollen, geplant. Ziel ist es,

  • Stadt Blankenberg als attraktiven Wohn- und Lebensraum zu stärken,
  • als bedeutendes historisches Monument herauszustellen,
  • die Besucher des Ortes über die Geschichte von Ort und Region zu informieren,
  • einen Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft schaffen
  • und zugleich den ohnehin vorhandenen Besucherstrom so zu lenken und zu leiten, dass es für Bewohner wie Besucher des Ortes möglichst verträglich ist.

Darüber hinaus bekommt die Feuerwehr eine neue Wache, da die alte Wache modernen Sicherheitsanforderungen nicht mehr gewachsen ist.

Die Maßnahmen konkret

Konkret geplant sind folgende Maßnahmen:

Sanierung der Stadtmauer

Die Sanierung der Stadtmauer ist das größte und wichtigste und mit rund 22 Millionen Euro auch das teuerste Projekt. Das Bauvolumen der Mauer entspricht der Hälfte des Kölner Doms. Sie ist mit der Burg das größte städtische Bauwerk. Pflege und Instandhaltung sind eine wichtige Aufgabe. Der Stadt hat hier eine sehr große Verantwortung. In Zukunft sollen die Pflege und Ausbesserung der Stadt- und Burgmauer von Stadt Blankenberg als laufendes Projekt betrieben werden – so wie man das auch von anderen großen historischen Gebäuden kennt, zum Beispiel vom bereits erwähnten Kölner Dom. Dazu müssen Schäden behoben und historische Abschnitte saniert werden. Die Arbeiten sollen laufend dokumentiert werden, im Kultur- und Heimathaus werden dazu Ausstellungen und Informationsveranstaltungen stattfinden. Weitere, sehr ausführliche Informationen zum Thema Mauersanierung findet man im Konzept zur Sanierung der Stadtmauer vom Fachbüro Sandner-Architekten

Neubau des Feuerwehrgerätehauses

Ab 2022 wird hinter dem bestehenden Feuerwehrgerätehaus ein neues Gebäude errichtet, das allen Kriterien einer modernen Feuerwehr entspricht. Der Neubau wird gefördert im Rahmen des Sonderaufrufs „Feuerwehrhäuser in Dörfern 2021“ mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und, da es die Voraussetzung für ein Effizienzgebäude 55 Erneuerbare Energien erfüllt, durch die KFW.

Kultur- und Heimathaus

Am Alten Standort der Feuerwehr soll ein Gemeinschaftshaus und Besucherzentrum, das „Kultur- und Heimathaus“ für Stadt Blankenberg, entstehen. Ganz bewusst vor den Toren und der Mauer, um den Ort selbst zu entlasten. Es soll folgende Einrichtungen beherbergen:

  • einen multifunktional nutzbaren, teilbaren Saal als Veranstaltungsort für die Dorfgemeinschaft sowie weitere Veranstaltungen, Tagungen und Schulungen (z.B. für die Feuerwehr); der Saal hat eine große Fensterfront mit Ausblick auf Stadtmauer und Kirche,
  • ein Besucherzentrum (siehe Foto) für Besucher von Stadt und Burg mit einer Tourist-Info, einer kleinen Cafeteria mit gemütlichen Sitzgelegenheiten und einem Ausstellungsraum zur Geschichte des Ortes und der Kulturlandschaft sowie für wechselnde Ausstellungen (die Cafeteria wird im Normalbetrieb lediglich einen Kaffee- und Getränkeautomaten und kleinere Snacks bieten, kann aber bei Veranstaltungen von Caterern auch für die Bewirtung genutzt werden),
  • und ein Depot für Vereine und das Heimatmuseum im Katharinenturm.

Im Außenbereich sollen Parkplätze für Besucher entstehen sowie ein Picknickbereich und eine Kulturscheune für Veranstaltungen und Workshops zum Beispiel von Schulklassen oder Kooperationspartnern. Insgesamt soll das Kultur- und Heimathaus die Ansprüche der Dorfgemeinschaft, der Heimatpflege und des Tourismus verbinden. Der heutige Spielplatz bleibt übrigens erhalten und wird sogar vergrößert.

Das Kultur- und Heimathaus wird an der Stelle der bisherigen Feuerwache gebaut. Die neue Feuerwache entsteht daneben. Baubeginn für das Kultur- und Heimathaus soll Ende 2023 sein, die neue Feuerwache soll bis dahin fertig sein.

Lehrgarten

Auf dem Areal des neuen Kultur- und Heimathaus wird ein Lehrgarten entstehen. Er vergegenwärtigt anhand von historischen Obst- und Fruchtsorten und einem Arboretum für Wildobst die Entwicklung der heutigen Kulturlandschaft und die damit zusammenhängende Wirtschafts- und Sozialgeschichte des ländlichen Raums. Der Lehrgarten bildet ein Bindeglied zum Heimatmuseum im Katharinenturm, das die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte Stadt Blankenbergs anhand von bäuerlichen und handwerklichen Geräten ausstellt und entsprechende Handwerkstraditionen wiederaufleben lässt.

Panoramaweg

Der vorhandene Wanderweg um die Stadtmauer soll verbessert werden. Er wird die Burg mit dem Kultur- und Heimathaus verbinden. Der Panoramaweg ermöglicht fantastische Aussichten ins Siegtal und auf die gegenüberliegenden Hänge und verbindet alle wichtigen Punkte Stadt Blankenbergs. Über diesen Weg wird man die Stadtmauer erstmals in ihrer ganzen Länge umwandern und erleben können. Entlang des Weges sollen Stelen und Infotafeln die Ausstellung des Kultur- und Heimathauses fortsetzen und die Spaziergänger an wichtigen Stellen über die Geschichte von einzelnen Bauwerken oder Mauerabschnitten unterrichten.

Hangspielplatz

Der Altstadtgraben an der Altstadtmauer soll aufgewertet werden. Hier soll ein Raum für Spiel und Begegnung entstehen. Besucher erhalten wieder einen Eindruck von der Geschichte des Ortes. Gleichzeitig wird dieser Ort zum attraktiven Aufenthaltsort für die ganze Familie und bildet einen weiteren Attraktionspunkt des Panoramaweges.

Besucherweg zwischen S-Bahnhof und Stein

Ein zentrales Element des InHK Stadt Blankenberg ist die multimodale Anbindung des Dorfs, des Panoramaweges und des Besucherzentrums an die Mobilitätsstation am S-Bahnhof Blankenberg. Zu den verschiedenen Maßnahmen zählt eine neue Fußwegverbindung vom S-Bahn-Haltepunkt Blankenberg nach Stein, das unterhalb von Stadt Blankenberg liegt. Der S-Bahn-Haltepunkt Blankenberg liegt zwischen Greuelsiefen und Stein an der L333. Einer der Mängel ist – neben der fehlenden Barrierefreiheit – die völlig unzu friedenstellende Zugänglichkeit für Fußgänger. Für das Gesamtkonzept ist wichtig, dass das Besuchserlebnis bereits am S-Bahnhof Blankenberg beginnt. Hierfür wird in Abstimmung mit der Deutschen Bahn der bestehende, geduldete, informelle Trampelpfad am Bahndamm nach Stein, der den Burgberg spektakulär ins Bild rückt und für Besucherinnen ausgebaut. Auch Für die Einwohner*innen von Stadt Blankenberg entsteht so eine attraktive Fußwegverbindung zum Haltepunkt.

Was bisher passiert ist

Plangebiet des InHK Stadt Blankenberg
Plangebiet des InHK Stadt Blankenberg

Am 15.03.2017 hat der Ausschuss für Dorfgestaltung und Denkmalschutz den Beschluss gefasst, für Stadt Blankenberg ein Integriertes Handlungskonzept zu erstellen. Der zu entwickelnde Teilbereich umfasst das im nebenstehenden Plan gekennzeichnete Gebiet.

Was ist bereits geschehen, was passiert noch?

  1. Beschluss des Dorfausschusses, für Stadt Blankenberg ein Integriertes Handlungskonzept zu erstellen. – Erfolgte am 15.03.2017.
  2. Bürgerworkshop in Stadt Blankenberg. – Erfolgte am 26.6.2017.
  3. Zwischenbericht im Dorfausschuss. – Erfolgte am 10.10.2017.
  4. Erste Informationsveranstaltung für Bürger*innen. – War am 16.10.2017.
  5. Erste Präsentation Tourismuskonzept für Stadt Blankenberg im Dorfausschuss. – Erfolgte am 14.3.2018.
  6. Workshop „Situation, Ziele, Strategien, Positionierung, erste Projekte und Maßnahmen“. – Erfolgte am 17.5.2018 in Stadt Blankenberg.
  7. Verkehrsuntersuchung Stadt Blankenberg. – Erfolgte 2017-2018.
  8. C-Status der Regionale-2025-Agentur als klare Förderperspektive für das Gesamtprojekt und seine einzelnen Bausteine. – Erfolgte am 27.8.2018.
  9. Präsentation Tourismuskonzept und Integriertes Handlungskonzept Stadt Blankenberg im Dorfausschuss. – Erfolgte am 26.09.2018.
  10. Änderung des Flächennutzungsplans. – Beschluss zur Änderung im Dorfausschuss vom 19.3.2019.
  11. Aufstellung von Bebauungsplänen. – Beschluss zur Änderung im Dorfausschuss vom 19.3.2019.
  12. Planungswettbewerb für das Kultur- und Heimathaus und die Feuerwehr. – Abgeschlossen im Juli 2019.
  13. November 2019: Vorstellung des Gesamtberichtes zum InHK StadtBlankenberg im Rat der Stadt Hennef, Zustimmung des Rates, Einreichen des Förderantrages.
  14. November 2019: B-Status der Regionale-2025-Agentur
  15. August 2020: Die Stadt hat die Projektunterlagen für den A-Status pünktlich bei der Regionale-2025-Agentur eingereicht. Der A-Status ist keine Förderzusage, verleiht dem Gesamtprojekt jedoch eine hohe Priorität im Land und ist ein entscheidendes Kriterium für spätere Förderanträge von Einzelmaßnahmen.
  16. November 2020: A-Status der Regionale-2025-Agentur
  17. 1. August 2021: Start des Hof- und Hausflächenprogramms Stadt Blankenberg
  18. Ab 2021/22 und folgende:
    • Neubau Feuerwehrgerätehaus unmittelbar in der Nähe des heutigen Gebäudes.
    • Nach dem Umzug der Feuerwehr: Bau des neuen Kultur- und Heimathauses anstelle des bisherigen Feuerwehr.
    • Sanierung und Bau des Panoramaweges.
    • Beginn der Sanierung der Mauer.
    • Erarbeiten ener Ausstellungskozeption für das Kultur- und Heimathaus. 

Förderer

Wir danken den Förderern der Maßnahmen des InHK Stadt Blankenberg.

Förderer des InHK Stadt Blankenberg